Hotel Voss - Gastronomie mit langer Tradition

Die Geschichte des Finkenhauses zu Saalhausen

1637

Der Vater des Erbaueres des Finkenhauses Christian Zeppenfeld, Hammerschmied aus Olpe, übernimmt das Göbel-Gut zu Saalhausen. Er heiratet Dorothea Trilling. (Urkunde Heimatbuch Saalhausen)

1667

… wütete in Saalhausen und Umgebung die Pest, welche mit Säcken von Köln aus der Hühnergasse dahin gekommen ist. Eine Magd hatte ein Loch von einem solchen Sack zugenäht und den Faden mit den Zähnen abgebissen, sich dadurch infiziert und gestorben ist; davon ist ganz Saalhausen angesteckt worden. Als der Herr Pastor von Lenne sich auch damit behaftet hat, hat er zu Christian Zeppenfeld gesagt: "Sie sollten auf Ihren (Christeshammer) ziehen, damit Sie von der Pest bewahrt werden." Welches auch geschehen ist. Endlich hat der Herr Fürstenberger ausrufen lassen:"Wenn noch Leute am Leben wären, so möchten sie hervor kommen, es wäre Brot und Fleisch da."

(Aus der Chronik Drolshagen des Priesters Johannes J.W. Finke; herausgegeben von Josef Börsch)

1691

Besagter Antonius Zeppenfeld genannt Finke erwarb von Schmies zu Saalhausen ein Grundstück in der Nähe der damaligen Parzelle, baute ein Haus darauf und nannte es "Finkenhaus". Bis zu dem Jahre 1860 war der Name Finke dominierend. Anton Zeppenfeld genannt Finke betrieb eine Gastwirtschaft, hatte auch noch nebenbei Anteile und Hammertage von verschiedenen Eisenhammerwerken. So weit zu ermitteln war, hatte Anton Zeppenfeld genannt Finke nur einen Sohn, Johannes Zeppenfeld genannt Finke, welcher mit Ursula (Familienname unbekannt) verheiratet war.

9. Nov. 1691

… heiratete Anton Zeppenfeld genannt Finke, jüngster Sohn des Christian Zeppenfeld die Anna Schreder genannt Willmes aus Oberfleckenberg. Seine Brüder waren Johannes Zeppenfeld (der Ältere) und Johann Christian Zeppenfeld. Johannes Zeppenfeld heiratete die Katharina Hanses. Sie zogen in das elterliche Haus. Der andere Bruder heiratete die Dorothea Schulte in Mennekes Haus. Seine einzige Schwester Margarethe heiratete den Bürgermeister Finke zu Drolshagen.

1717

Schatzregister Dorf Saalhausen:
Antonius Finke brennt Branntwein: 2 Reichstaler
dessen Frau 1 Reichstaler

Eine Magd verdienet 2 ½ Reichstaler und 4 Groschen
Ein Kuhhirte verdienet 27 Groschen
Ein Knecht verdienet 8 Reichstaler und 18 Groschen
(Urkunde Landstände, Archiv Arnsberg 6 Seite 326)

Der Sohn von Anton Zeppenfeld, Johannes Zeppenfeld, hatte mit seiner Frau Ursula einen Sohn Antonius und eine Tochter Dorothea. Seine Frau Ursula starb 1745. Der Sohn Antonius Zeppenfeld gt. Finke heiratete die Elisabeth ( Hausname unbekannt) welche jedoch unter Hinterlassung einer Tochter Antoniette Gertrud, starb.

Antonius ging eine 2. Ehe mit Anna-Maria (Hausname unbekannt) ein, welche auch schon 1763 starb. Auch die beiden Töchter und der Sohn dieser Ehe starben im jugendlichen Alter.

Antonius Zeppenfeld gt. Finke erbte am 13. Juli 1746 das Finkenhaus von seinem Vater:

15. Febr. 1744

2 Jahre zuvor wurde das Testament aufgegeben(Abschrift des Testamentes des Johannes Zeppenfeld gt. Finke (Sohn des Antonius Finke)):
Nachdem Johannes Zeppenfeld von Saalhausen bei sich die Sterblichkeit erwogen und die Gefahr zu sterben vorgesehen, hat mich bauemtua notarium ( eidesbenannter Notar) den Gerichtsschöffen Caspar Heuther und Johannes Zeppenfeld genannt Christes (den Jüngeren) als hierzu speziealita (auserwählte) erbetene Zeugen zu sich in die untere Stube und daran belegenes Schlafzimmer berufen lassen, gestaltene dispositionen inter Liberos (Verfügungen zwischen Kindern) aufzurichten.

"… so thete hirmit testalor (Testamentsperson) seinen Sohn Antonius und seiner Tochter Dorothea gleichwohl solcher Gestalt, dass sein Sohn obgedacht über alleiniges. Sein Vermögen, es bestehe in Haus, Hof und Gütern, fahrende Hab, Hammer wie es immer Namen haben mag, ein Universal-Erbe sein solle …"

Die einzige Tochter des Anton Zeppenfeld, Antoniette Gertrud heiratete den Gottfried Gastreich, der 1792 starb.

Diese Eheleute hatten 3 Söhne, von denen der Älteste Franz Gastreich die Anna-Maria Peetz aus Heinsberg heiratete und das Haus auf dem Todtenkamp bei Saalhausen errichtete. Der 2. Sohn, Josef Gastreich ertrank beim Fischen in der Lenne unter dem sogenannten Göbeln Brückelchen.

1808

Der jüngste Sohn Kasimir, geb. 1778, heiratete die Maria Chatarina Schulte-Brinker aus Oberhundem. Diese Ehe blieb kinderlos.

Nachdem Tod von Kasimir nahm die Witwe eine Tochter ihres Bruders aus Oberhundem zu sich.

1840

Diese angenommene Tochter Catharina Schulte heiratete den Caspar Wilhelm Bockheim von Bockheim, einem Gute in der Pfarrei Eslohe.

Aus dieser Ehe gingen drei Kinder hervor: Casparine Adolphine, Friedrich Anton und Maria Franziska.

Caspar Wilhelm Bockheim starb schon im Jahre 1847. Seine Frau zog mit ihren jüngsten Kindern wieder in ihr elterliches Haus zu Oberhundem , während die älteste Tochter Casparine bei ihrer Großmutter im Finkenhaus blieb. Als der Vater der Witwe Bockheim das Schmitten Haus zu Saalhausen gekauft hatte, zog sie wieder nach Saalhausen und heiratete den August Trilling, der nach dem Tode seiner Ehefrau das Haus von dem Caspar Schulte käuflich erwarb.

1848

Durch den großen Brand der in Saalhausen wütete, wurde auch das Finkenhaus eingeäschert und die Insassen obdachlos. Die Besitzer der von dem Brand verschont gebliebenen Häuser nahmen sich jedoch der Abgebrannten hilfreich an.

Die Witwe Gastreich, genannte Finke, zog in Hanses Hinterhaus und führte dort ihre Gastwirtschaft fort, während Hanses dieselbe im Vorderhaus betrieben.

Das Finkenhaus wurde in seiner jetzigen Lage wieder aufgebaut.

Inschrift:

"Ich lag am 14. Mai 1848 mit vielen Nachbarn in Staub und Asche nieder. Gott sei Dank im August desselben Jahres erstehe ich mit Zehnen wieder. Den Eingang segne Gott Den Ausgang gleichermaßen. Gott segne unser Brot und unser Tun und Lassen."

Die Witwe Antoniette Gastreich gt. Finke starb im hohen Alter im Jahre 1859.

1860

Die Enkelin der Antoniette Gastreich, die Casparine Bockheim, welche sie testamentarisch zur ihrer Haupterbin eingesetzt hatte heiratete im Jahre 1860 den Heinrich Voss aus Kückelheim. Diese Ehe war mit 4 Kindern gesegnet, einem Sohn Theodor und 3 Töchtern Helene, Clara und Ida.

Casparine Voss starb schon am 2. Dez. 1880.

Heinrich Voss starb im hohen Alter von 86 Jahren als derzeit ältester Einwohner von Saalhausen am 18. Dez. 1912

Sohn Theodor Voss heiratet die Anna Katharina Schwermer. Sie übernahmen den Gasthof und es wurde ein Sohn Heinrich geboren. Nachdem Tod der Anna Katharina Schwermer heiratete Theodor Voss zum 2. Mal , und zwar die Maria Nöcker.

Aus dieser Ehe gingen 3 Söhne hervor A: Karl, Josef und Antonius.

Der älteste Sohn Heinrich starb mit seiner Ehefrau Liese Emilie und seinem Zwillingskind Ulrich auf tragische Weise am 20.12.1946.

Der Vater Theo Voss starb am 23.12.1923 im Alter von 58 Jahren.

nach 1923

Im Jahre 1954 erfolgte ein An- und Umbau der das Gesicht des Hotels erstmals optisch veränderte.

Zwei Generationen arbeiten gemeinsam am Erfolg

Damals wie heute erfreut sich das Haus Voss großer Beliebtheit. Unter der Leitung von Seniorchef Theo Voss, seiner Frau Margret und seinem Sohn Andreas, der seit 2003 mit frischem Elan das Haus leitet, gilt das Motto "Zu Gast bei Freunden!". Zwei Generationen arbeiten hier eng zusammen und sind sich dabei immer ihrer Tradition bewusst. Der mächtige Stammbaum im Hausflur, der bis in das Jahr 1314 zurück reicht, ist ein beeindruckender Beweis der Familiengeschichte, in der es zahlreiche Anlässe gab bestehende Traditionen zu feiern. Zu den ganz besonderen Momenten zählt sicherlich das 300-jährige Jubiläum des Landhotels Gasthof Voss, das die Familie 1991 feierte. Ein Fest, das die Familie zum Anlass nahm, sich bei allen Gästen und Einheimischen für ihre Treue zu bedanken und gleichzeitig den jahrzehntelangen Erfolg mit ihnen zu teilen. Noch 15 Jahre später spricht man in Saalhausen von dieser gelungenen und herzlichen Feier.

Frisches VELTINS seit mehr als 140 Jahren

Den Gasthof schmückt seit jeher ein schmiedeeiserne Ausleger mit dem angedeuteten Fass. Ein eindeutiges Zeichen: Hier gibt es frisches Veltins - und das seit mehr als 140 Jahren! Das dickbäuchige Holzbierfass in der Bauernstube soll daran erinnern, dass Veltins Pilsener hier frisch gezapft wird und einst mit purer Muskelkraft in den Bierkeller gestemmt werden musste. Der Seniorchef, Theo Voss, nimmt sich seine engagierten Vorfahren gerne zum Vorbild, wenn er seinen Gästen persönlich ihr frisches Veltins zapft. Es ist sicherlich auf diese familiäre Atmosphäre sowie die Sauerländer Bodenständigkeit zurückzuführen, dass sich die Gäste und Einheimischen im Gasthof Voss in Saalhausen gleichermaßen wohl fühlen und dem Haus seit vielen Jahren die Treue halten! Raum zum Wohlfühlen gibt es ausreichend: Im Kaminzimmer, in der hauseigenen Bibliothek oder dem Café und Biergarten, von wo aus man den Blick auf das historische Saalhausen genießen kann - alle Räumlichkeiten sind mit viel Liebe zum Detail eingerichtet.

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